Qualitätssicherung in den strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP)
Bericht für das Jahr 2010
Die BKK HENSCHEL Plus bietet ihren Versicherten die Möglichkeit, sich in die bundesweiten Behandlungsprogramme für die Indikationen Diabetes Mellitus Typ 1 und Typ 2, Asthma, Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Koronare Herzerkrankung (KHK) mit dem Modul chronische Herzinsuffizienz und Brustkrebs einzuschreiben. Damit bieten wir unter der Bezeichnung BKK MedPlus qualifizierte, speziell auf das Krankheitsbild zugeschnittene Behandlungsprogramme an. Unter anderem sind Qualitäts-sicherungsmaßnahmen und Erinnerungen an anstehende Arzttermine zentrale Erfordernisse der Programme. Mit der Umsetzung der Programme wurde der BKK MediService in Stuttgart betraut.
Der Erfolg der strukturierten Behandlungsprogramme ist eng verknüpft mit dem fortwährenden Bestreben aller Beteiligten nach optimalem Nutzen dieser Programme. Die BKK HENSCHEL Plus hat hierbei die Aufgabe, ihren Kunden den Zugang zum Programm zu erleichtern und sie durch das Programm zu begleiten. Diese Aufgabe haben wir, gemeinsam mit unserem Kooperationspartner BKK MediService, sehr ernst genommen. Auf der Grundlage der Dokumentationsdaten wurden zahlreiche DMP Teilnehmer schriftlich und telefonisch erinnert, informiert, beraten und zur Eigeninitiative motiviert.
Versicherte können an den Behandlungsprogrammen für Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Koronare Herzkrankheit (KHK), Brustkrebs, Asthma und COPD teilnehmen.
Insgesamt sind bei der BKK HENSCHEL Plus
813 Versicherte in das DMP Diabetes mellitus Typ 2
43 Versicherte in das DMP Diabetes mellitus Typ 1
370 Versicherte in das DMP KHK
267 Versicherte in das DMP Asthma
138 Versicherte in das DMP COPD
33 Versicherte in das DMP Brustkrebs
eingeschrieben.
Die auf der Basis der Dokumentation durchgeführten Qualitätssicherungs-maßnahmen umfassten Informationen für die Versicherten zu Begleit- und Folgeerkrankungen, z.B. bei Diabetes mellitus Typ 2 zu Bluthochdruck, diabetischen Fuß und Schäden am Auge.
Im Bereich Brustkrebs konzentrierte sich die Qualitätssicherung auf die Information der Versicherten zu Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten.
Im Zeitraum vom 01.01.2010 bis 31.12.2010 wurden Informationsbriefe über diese Folgeerkrankungen und weitere erkrankungsbezogene Broschüre wie Patienten-leitlinien und Patiententagebücher an unsere Versicherten versendet.
Für Diabetes mellitus Typ 1 wurden 20, für Diabetes Mell. Typ 2 wurden 781, für KHK 88, für Asthma 145, Mamma Karzinom 15 und für COPD 105 der vorgenannten indikationsspezifischen Informationen verschickt. Hinzu kommen insgesamt 1638 Newsletter mit jeweils individuellen Informationen und neuen Erkenntnissen zu den genannten Erkrankungen.
Für medizinische und organisatorische Rückfragen stand und steht auch in Zukunft für unsere Versicherten unser Medizinisches ServiceCenter zur Verfügung. Hier beantworten medizinisch hochqualifizierte Kräfte alle Fragen sowohl zur Gesundheit als auch zum organisatorischen Ablauf der strukturierten Behandlungsprogramme. Das Informationstelefon wurde auch von vielen niedergelassenen Ärzten in Anspruch genommen.
Auch die Erinnerungen an die vom behandelnden Arzt empfohlenen Schulungs-termine erhalten Erläuterungen und weitergehende Informationen zu der empfohlenen Schulung. Weiterhin sollen sie den Versicherten motivieren, an der Schulung teilzunehmen. Im genannten Zeitraum erhielten für alle Behandlungs-programme 481 Versicherte von ihrem Arzt eine Schulungsempfehlung mit entsprechenden Informationen. Um zu verhindern, dass geplante Arztbesuche versäumt werden, werden einmal pro Quartal Erinnerungen an den Arztbesuch verschickt. Im genannten Zeitraum wurden deswegen
147 Versicherte mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2
12 Versicherte mit der Diagnose Diabestes mellitus Typ 1
75 Versicherte mit der Diagnose KHK
89 Versicherte mit der Diagnose Asthma
29 Versicherte mit der Diagnose COPD
angeschrieben. Bei Versicherten mit der Diagnose Brustkrebs waren keine Erinnerungsbriefe erforderlich.
Den Schwerpunkt der Qualitätssicherung des Arztes stellte der Feedbackbericht dar. Dieser enthielt Informationen zu anamnestischen und aktuellen Befunden, Laborparametern und Medikation, sowie zu Schulungen und Zielvereinbarungen mit Versicherten im aktuellen Verlauf. Jeder Arzt konnte aus diesem Bericht den Behandlungsverlauf und -erfolg seiner eingeschriebenen Patienten im Vergleich zu dem seiner Kollegen ersehen. Die Basis für die Auswertung bildeten die regelmäßig erstellten ärztlichen Dokumentationen.
Das monatlich durchgeführte Erinnerungs- und Rückmeldesystem an die Ärzte – bezogen auf die aktive Teilnahme des Versicherten – wurde durch die jeweilige gemeinsame Einrichtung durchgeführt.
Die vollständigen Berichte der Programme steht hier für Sie zum Download bereit.
Mit BKK MedPlus – dem Behandlungsprogramm der BKK HENSCHEL Plus, kann sich jeder chronisch erkrankte Versicherte darauf verlassen, dass er immer ganz individuell und angepasst an den aktuellen Gesundheitszustand die optimale Therapie erhält.
Für die Beantwortung von Fragen zu den DMP-Programmen stehen Ihnen die Mitarbeiter der BKK HENSCHEL Plus gerne zur Verfügung.
Ihre persönlichen Ansprechpartner: